Küste der Steine

Schroff und zackig, oder glatt und algenbesetzt, die Küste der Steine bietet all dies und noch mehr.

Rau und wild peitschen die Wellen gegen die Steine dieser Küste, und ein stetiger Wind landeinwärts treibt salzige Luft in die nahen Wälder, sodass kaum eine Pflanze sich auf den Felsen niederzulassen vermag. So ragen seit Äonen blanke, glattgeschliffene Felsen in den Himmel, und bilden die Küste der Steine.
Über Meilen hinweg erstrecken sich Felsen, Schotter und Klippen, zackige Felsriffs und gefährliche Untiefen, und machen den Küstenstreifen nahezu unerreichbar über den Seeweg. Von der Ferne mögen die Felszüge noch passierbar und vielleicht gefährlich, aber nicht lebensbedrohlich aussehen, doch gerade dies wurde so manchem Seefahrer bereits zur tödlichen Falle.

Ob nun durch Banditen, oder anderes Räuberpack, die Geschichte Nivenors erzählt von unzähligen Schiffen, die an diesen Klippen zerschellten, angelockt vom vermeintlichen Licht eines Leuchtturmes der den sicheren Hafen weisen sollte. Doch nicht das Licht des Leuchtturmes war es, das lockend von den Höhen der Klippen gleißte, sondern Feuer, angezündet um arglose Seefahrer auf die Untiefen zuzulocken und in den sicheren Tod zu leiten. Dies waren Beutezüge, die keine Überlebenden zuließen, und so scheint der harmlose Name „Küste der Steine“ wie eine Farce für die zurückbleibenden Trauernden.

Die Küste der Steine und deren räubernde Meuten waren es schliesslich auch, die Breitenstein dazu ermutigten, den großen Leuchtturm zu errichten, dessen Licht heller und weiter strahlt als ein jedes Feuer es vermag, und so den Verirrungen ein schnelles, effizientes Ende bereiteten, doch munkelt man immer noch dass es weiterhin lauernde, wartende Raubritter und anderes Lumpenpack irgendwo zwischen Breitenstein und den Tränen der Berge gibt, die nur auf ihren Moment warten.