Die Magiekundigen

"Wie tausend feindliche Augen blickten die weissen Sterne vom Himmel auf die klägliche Truppe verwundeter und schmutziger Soldaten herab, die sich am Rande eines Schlachtfeldes versuchte zum Lazarettzelt zurück zu schleppen. Wenn Völker gegeneinander ziehen, kann es nur Verlierer geben, und die Bemitleidenswertesten lagen auf freiem Feld in ihrem eigenen Blut, ihre Seelen längst in die nächste Welt übergegangen. Mein Leib schmerzte an so ziemlich jeder Stelle, die man finden kann (und auch an Stellen, die ich vorher nie für existent gehalten hatte), wäre im nächsten Moment ein Heiler mit Tränken und sauber geschnittenen Bandagen vor mir gestanden und hätte mir gesagt, dass all mein Leiden nun vorüber sei, hätte ich ihn wohl wie einen Gott verehrt.
Doch die Seelen unseres Häufchens zerschlagener Soldaten konnten wohl kaum auf ein Wunder hoffen, und so legten wir alle langsam, stöhnend, fluchend, den Weg ins Lager zurück, mussten uns teilweise gegenseitig stützen, einer der Kameraden, der aus einer mies stinkenden Wunde in der Bauchgegend blutete, wurde von denen getragen, die noch einigermassen gehen konnten. Sobald es stank, das wussten wir, war das Leben kurz vor dem Erlöschen, denn dann waren innere Organe verletzt ... aber wer will schon inmitten tausend anderer sterben? So schleppten wir ihn mit, in der Hoffnung, für ihn ein wenig Ruhe zu finden und uns wenigstens für einen Moment das gute Gefühl zu verschaffen, an diesem Tag etwas Gutes getan zu haben.

Der Heiler war ein schmächtiger Kerl von viel zu hohem Wuchs in einem schmutzigen Kettenhemd, das er aus Aberglauben gegen Angriffe fast andauernd trug, ständig striff sein Haar an der Zeltwand entlang, wenn er sich über einen der Verwundeten beugte und Knochen einrichtete, aber die Berührung seiner Hände allein verschaffte schon Linderung.
Wir wussten, er würde unsere Wunden erst irgendwann gegen Morgen behandeln können, da es viele weitaus schlimmer Verletzte gab, doch unseren Kameraden nahm er sogleich dran, als wir den stöhnenden Mann auf eine der wenigen freien Strohmatten hievten.
Vorsichtig legte der Heiler die Bauchwunde frei und schliesslich drückte er seine Finger auf das blutverschmierte Fleisch, seine Augen schlossen sich gänzlich und ein heftiges Zittern durchlief seinen Leib. Vor unseren ungläubigen Augen begann das Blut zu versiegen und schliesslich stoppte der Blutfluss ganz, das Fleisch wucherte über die zerstörten Fasern hinweg, bildete neue Haut ... es sah schliesslich so aus, als wäre der Kamerad nie verwundet gewesen.
Erschöpft sank der Heiler zu Boden und musste von seinem Gehilfen gestützt werden. Noch heute dankt unser Kamerad den Göttern für diese unerwartete Rettung. Erst nach Jahren und ein wenig Studium der Magietheorie wurde mir klar, dass dies kein Wunder der Götter gewesen ist, sondern die Wirkung von Magie - ein Magiekundiger, dessen Kraft nie wirklich ausgebildet worden ist, dessen Wirken aber dennoch heilsbringend war."

(Aus: Liber de terra, Asarea von den Auen)

Magiekundig sind all jene, die von Geburt aus das Talent zur Anwendung der magischen Kräfte besitzen, aber noch nicht darin ausgebildet wurden, sei es aus Mangel an Möglichkeiten, Lehrern oder dem Gold für eine solche Ausbildung. So finden sich auch oft genug Magiekundige, die sich über ihre Talente nicht im Klaren sind und sich auf dem Weg der Krieger versuchen, andere haben vielleicht schon ihre Fähigkeiten erkannt, aber noch niemanden gefunden, der ihnen mehr über ihr Talent beibringen kann.

Skillcap von 70,0% auf alle Skills ausser Farming.

Das Skillcap auf Farming liegt bei 25,0% Skill.

Beschränkungen bei Rüstungen/Waffen:
Waffen unbeschränkt, Rüstungen maximal Kettenrüstung, Schilde unbeschränkt

Verfügbare Zauber:
Magic Arrow, Nightsight, Cure, Heal, Protection, Agility, Cunning, Strength