Die Menschen
Die Menschen
Menschen, nicht die älteste Rasse, aber die zahlreichste. In ihrer grenzenlosen Neugierde und dem Streben nach Macht und Reichtum erreichten sie selbst die hintersten Winkel der Welt.
Die Menschen bevorzugen die hellen Ebenen und Täler der Flussläufe, an denen sie ihre Dörfer und Städte bauen. Um ihre Siedlungen herum entstehen bald Felder und Koppeln, auf denen einfache Bauern Korn anbauen und Vieh halten.
Von Natur aus wehrhaft, haben die meisten Menschlichen Siedlungen einen Schutzwall um sich herum, in dessen Inneren sich das Leben abspielt.Hier wohnen die Bürger und adeligen Herren im sicheren Schutz von Kriegern und Wachen.
Doch das streben nach Macht lässt viele der Menschen aufbrechen, um nach Abenteuern und Reichtümern zu suchen.Neugierig erkunden sie dabei die entferntesten Regionen und die tiefsten Höhlen der Welt, bis sie ihr Ziel erreicht haben. Treffen sie auf günstige Bedingungen, so errichten sie eine neue Siedlung, und schon bald kommen immer mehr von Ihnen und siedeln sich an.
Die Menschen achten Herrscher, die nach Erbfolge ihre Macht von Generation zu Generation weitergeben, oder jene, die mit militärischer Macht ihren Willen durchsetzen.
Im Lande Calderah herrscht König Aidan Pryde über das Volk, und das Land ist in Lehen aufgeteilt, dem jeweils ein Ritter des Königs vorsteht.
Diese Ritter gewähren den Menschen Schutz und treiben für den König Steuern und Abgaben ein. Doch nicht selten greifen auch diese Ritter nach der Macht und intrigieren gegen den König, um sich selbst auf den Thron zu heben und das Land zu regieren.
Eine wichtige Rolle in diesem politischen Ränkespiel stellen die Gilden und Orden dar, jene Bünde aus Gleichgesinnten, die mit ihren Kriegern und Paladinen eine nicht zu unterschätzende Macht haben. König Aidan hat Früh versucht, sich der Treue der mächtigsten Gilden zu versichern, und solange sie hinter ihm stehen ist seine Macht unangreifbar.
Die Handwerker und Händler stellen nach dem Adel die einflussreichste Schicht.
Ihre Erzeugnisse, die sie mit ihrer Hände Arbeit aus verschiedensten Materialien fertigen, sind hochbegehrt und oft von herausragender Qualität.
So mancher Meisterschmied beispielsweise nennt mehr Gold sein eigen als die meisten Ritter, denen er die Rüstungen und Waffen auf den Leib schmiedet.
Doch auch die Schneider, die gar herrliche Kleider für die edlen Damen fertigen, oder die Gold und Feinschmiede, die allerlei filigranen Schmuck und Werkzeug verfertigen, sind angesehene Mitglieder der menschlichen Gesellschaft.
Unter den Handwerkern tummelt sich das einfache Volk, das sich aus Tagelöhnern, einfachen Bütteln und Abenteurern zusammenstellt.
Sie verrichten die Dienste der Wache, arbeiten für Lohn und Brot bei einem der Zunftmeister oder ziehen in die entfernten Winkel der Welt auf der Suche nach Ruhm und Geld.
Sehr wenige von Ihnen bringen es je zu Reichtum oder Einfluss, aber das stört sie wenig. Sie leben ihr Leben auf ihre Weise und bezeichnen sich selbst als Freie.
Oftmals stellen sie sich in den Dienst einer Gilde, wo sie die Chance haben in der Gesellschaft aufzusteigen und einen besseren Status zu erreichen.
Die unterste Schicht der menschlichen Gesellschaft bilden die Bauern und die Leibeigenen. Sie bewirtschaften das Land des Adels und entreißen dem Boden mit harter Arbeit seine Früchte. Vom Ertrag ihrer Äcker leisten sie dem Lehensherrn und dem König den Zehnten und einige andere Abgaben. Der spärliche Rest ernährt die Familie oder erbringt ein wenig Gold auf dem Markt, von dem dann Saatgut gekauft oder ein Stück Vieh angeschafft wird.
Dennoch ergeht es dem Bauern besser als dem Leibeigenen, der einzig die Fron als Inhalt seines erbärmlichen Lebens kennt. Der Leibeigene gehört einem Adeligen oder Ritter mit Leib und Leben, und ist nicht besser als ein Sklave anzusehen.
Viele von ihnen sterben schon in jungen Jahren oder flüchten sich in ein gesetzloses Leben.
In der Gesetzlosigkeit findet sich die andere Hierarchie der Menschen, die der Vagabunden und Strolche.
Und dabei sind jene nicht von ärmlicher Natur und niederem Stand.
Einige Gesetzlose haben sich zu mächtigen Gilden zusammengeschlossen, die immense Macht ihr eigen nennen und nur unter größten Mühen im Zaume gehalten werden können.
Sie verdienen ihr Gold mit Raub, Mord, Schmuggel und Assasinendiensten, und sie verdienen gut damit!
Andere treiben als Diebe und Beutelschneider ihr Unwesen und leben zumeist unerkannt mitten in den Städten.
Wieder Andere bereisen die Meere als Piraten, wo sie den Händlern wertvolle Fracht entreißen und im nächsten Hafen mit Gewinn verkaufen.
Einen König brauchen die Strolche nicht, allein der Stärkere hat die Macht, und er wird nicht zögern sie zu nutzen!
Im Leben der Menschen spielt der Glaube eine wichtige Rolle. Viele Götter und Halbgötter, dazu noch einige Götzen und gar Dämonen ringen um die Seelen der Menschen.Zahlreiche Menschen stellen ihr Leben voll und ganz in den Dienst einer Gottheit,indem sie einem Orden beitreten, wie zB den Templern oder den Merkuriusorden.
Diese Orden bieten ihre Kräfte auf, um das Streben und Trachten ihrer Gottheit auf der Welt zu erfüllen, oftmals auch unter Anwendung von Gewalt. Für ihren Glauben führen die Menschen sogar Kriege untereinander, nur um zu zeigen wessen Gott mehr Macht besitzt.
Vielschichtig ist die Rasse der Menschen, und der Lebensweg des Einzelnen ist so unvorhersehbar wie der Wind an einem lauen Sommertag.
Soviele Möglichkeiten, so viele Wege sind zu beschreiten, und keiner weiß was das Schicksal bringen wird.