Neq'roth
Auch: Zha'Bokh (Orks), Mordbrennender Unterwerfer, der Blutsaufende und Seelenfressende, verderbte Inkarnation des Nicht-Todes, der rachlüsterne und hasstriefende Sklavenmeister, Lichkönig von Yaq'Charyb
Aufgabenbereich: (unnatürlicher) Tod (Totschlag), Verderben, Schändung, Hass, Rache, ungezügeltes Machtstreben, Sklaverei, Nekromantie
Charakteristik: herrschsüchtig, unterdrückend, sadistisch, gnadenlos, rachsüchtig, skrupellos, grausam
Symbole/Farben: knochenfarben, violett, (dreizehngehörnter) Totenschädel
"Macht hat, wer unterwirft. Bring mir die Lebenden und die Toten, auf dass ich sie brechen und dem Lichkönig Untertan machen kann!" - Präzentor Odian II. zu einem Akolythen
Das Streben nach Macht und Größe kann nur dann erfolgreich sein, wenn man andere unterwirft und sie ausnutzt - Wenn aber nicht nur Lebende sich fügen, sondern auch die Toten dienen, dann hat man die wahre Macht ergründen und die höchste Größe in Neq'roths Gunst erreichen können. Wer sich nicht unterwerfen lässt, dessen Wille wird spätestens im Tod gebrochen sein, dabei gebührt seinem Glauben die Schändung und seiner Familie das Verderben. Neq'roth schreibt seinen Anhängern vor, sich völlig hinzugeben und ihr Heil in unbedingtem Gehorsam zu suchen. Bei der Unterwerfung neuer Völker und Lande ist ihm jedes Mittel Recht. Letztlich wird die ganze Welt dem Herren des Verderbens Untertan sein, und dann sind jene gut beraten, die sich beizeiten seinem Regiment angeschlossen und ihren Teil dazu beigetragen haben, denn allen anderen drohen grauenvoller Tod und ewiger Dienst als wandelnder Leichnam. Wenn immer Vernichtung, Blutbad und Massenmord ihr finsteres Haupt erheben, kann man sich sicher sein, dass auch der Herr des Untodes Wohlgefallen daran hat: Denn sind Totschläger seine Werber und die Hinfälligen seine Rekruten. Daher sind auch Kriege, die in seinem Namen geführt werden, unerbittlich, denn seine Anhänger kämpfen nicht, sondern in Schlachten 'rekrutieren' sie vielmehr: Viele, die da sterben, werden fortan, als willenlose Untote erhoben, für den Lichkönig streiten. Neq'roth geht unabhängig von seinen grausamen und herrschsüchtigen Motiven sehr bedacht vor. Nichts soll beschädigt, niemand (wirklich) grundlos getötet werden, der oder das vielleicht noch irgendwann von Nutzen sein wird. Nur Dumme und Irre würden achtlos um sich schlagen und dabei eine Vielzahl eigener Diener treffen, Missachtung und Vergeltung trifft jene, die meinen, durch planloses Vernichten die Gunst des Lichkönigs zu erlangen. Nicht, dass Neq'roths Kirche nicht regelmäßig Exempel in den eigenen Reihen statuieren würde; aber schließlich kann es sich auch der Herr des Verderbens nicht erlauben, all seine Untertanen in den Untergang zu schicken, da jene lästige Samara und der garstige Meranus nur darauf warten würden, um Neq'roths Streben nach Macht ein Ende zu bereiten.
Allgemein erliegen seine Gläubigen strengen Hierarchiestrukturen innerhalb der Kirche, die sich durch Angst und Terror halten. Herrschen und beherrscht werden sind alltägliche Dinge und nicht selten kommt es vor, dass ein Niederer Opfer der Launen eines Ranghöheren wird. Und wenn es seiner verdorbenen Gefolgschaft tatsächlich irgendwann gelingen würde die Pforte nach Yaq'Charyb (die Domäne Neq'roths) zu öffnen, um so die Welt, wie wir sie kennen, ganz und gar seinen verkommenen Prinzipien anzugleichen, wird außer Neq'roth nur noch das blanke Entsetzen herrschen - und selbst das wird Sein Untertan sein. Doch auch dies würde nur ein Bruchstück seines maßlosen Rachezuges gegen den allumfassenden Kosmos sein, den der Herrschsüchtige zu unterjochen wünscht...
Gläubige Neq'roths sind dermeist Verbitterte und Rachsüchtige, die nach ihrer persönlichen Vergeltung streben, aber auch machtgierige Personen, die alles tun würden, um Einfluss zu gewinnen. Zudem gilt der Lichkönig als Schutzpatron jeglicher nekromantischen Praktik und der Nekromanten selbst, was ihm auch in diesen Kreisen viele Anhänger beschert. Neq'roth hat sowohl Paladine als auch Priester in seinem Dienste, denn mit Schwertern und geistlicher Macht zugleich wird es geboten sein, die Irdische zu unterwerfen.
Astaroth
Der Vernichter, Reißende Klinge der Unterwelt,
Heerführer des Blutroten Höllenbanners,
Ein vielgehörnter Diener Neq'roths
Dieser mächtige vielgehörnter Diener Neq'roths manifestiert sich auf der Irdischen in der abstoßenden Gestalt eines etwa drei Schritt messenden Gargoyls, welcher durch faulende Wundwucherungen und fortgeschrittene immerwährende Verwesung gekennzeichnet ist.
Astaroth ist bekannt als der Heerführer des Blutroten Höllenbanners des Lichkönigs. Es ist ihm allzu sehr genehm im Diesseits zu fechten, mit seinen Widersachern zu spielen und sie bis auf Blut zu quälen, um sie schließlich auf unbeschreiblich grausame Weise zu töten. Seine Hiebe bereiten fürchterliche Schmerzen und hinterlassen nie verheilende hässliche Wundwucherungen, die immerfort während tiefer aufreißen um dem Widersacher Schmerz zuzufügen, so es Neq'roths Wille ist. Und es ist geheißen, dass niemand Astaroth selbst unter üblichen Umständen Paroli bieten könnte, unter Ausnahme seines Herren, denn nur der blutige Sieg hat Priorität, und sei es um den Preis der eigenen Vernichtung ... voll Hass brennt Astaroth wider Samara, und ihren elenden Sklaven und Kriegsknecht Aranos, die schon mehrmals ihm und des Lichkönigs Scharen Einhalt zu gebieten vermochten.
Der ungenannte Seelendieb
Regent der Nephazzim , Sämeister der Zwietracht
ein vielgehörnter Diener Neq'roths
Der Dämon ohne Namen erscheint im Diesseits meist als eine hagere Gestalt durchschnittlicher Größe, gekleidet in eine abgetragene Beschwörerrobe, aus der dürre, knochige Klauen herausragen. Unter dem Überwurf verhüllt absolute Finsternis sein wahres Gesicht. Man erzählt, dass es unmöglich sei, Neq'roths obersten Seelendieb durch ein Beschwörungsritual in die Sphäre der Sterblichen zu rufen, da weder Symbol noch Namen dieses Dämons bekannt wären.
Es wird vermutet, dass Neq'roth selbst ihn zuweilen in unsere Sphäre entsendet, um Seelen durch die Verlockungen von Macht, Reichtümern und ewigem Leben zu verderben und sie dem modernden Herrn auf beinernen Thron darzubieten.
Zitat:
" ...Hüte dich vor der Gram des Wanderers zwischen den Sphairen , denn es isset geheyßen , dass eyn bloßer Hieb des Ungenannten dir die Seele entreyße und deynen Leybe somit zum geystlosen ewig währenden Wandel in dahinsiechendem Fleysche verdamme , während deyne Seele jedwede Schmach miterlebe ..."
Einige wissbegierige Nekromanten verkaufen dem Wanderer ihre Seele um an Wissen über völlig unbekannte Applicatii zu gelangen, welche angeblich nur dem Ungenannten selbst geläufig sein sollen. Darüber hinaus rechnet man ihm, im Gegensatz zu anderen Dämonen und Dämonoiden, die einzigartige Möglichkeit an, eigenständig zwischen den Welten hin und her zu reisen: Zu diesem Zweck soll ihm eine eigne Zwischenebene zu eigen sein, ein grauenvoller, tiefschwarzer und von höllischen Winden durchtoster Raum, weder auf der Irdischen noch auf irgendeiner anderen Ebene vorhanden. Dies zeigt, wie mächtig der Wanderer wohl sein muss, was ebenso durch den Fakt der Herrschaft über die Nephazzim, die Neq'roth ihm zuteilte, bekräftigt wird. Stets ringen der Ungenannte, Wirker im Verborgenen, und Astaroth, Wirker in Kriegen und Schlachten, um die Gunst des Lichkönigs.