01. November ′09 um 19:54 Uhr Alter: 132 Tage
"Verwaltungsreform" Breitensteins
Von: Vastitas Werte Mitspieler!Nach eingehenden Diskussionen wurde beschlossen, dass die Verwaltung Breitensteins mehr in eure Hände gelegt werden soll. Die diesbezüglichen Änderungen und Ergänzungen zum bisherigen System sind nachstehend angeführt, ich möchte darum bitten sie zu lesen und darüber nachzudenken, ob sich selbst jemand als geeignet empfindet eine solche Position als Vogt zu übernehmen. Freilich wird niemand in kaltes Wasser gestoßen und es kann jederzeit Rat und Hilfe bei uns gesucht werden (Ansprechpartner: Sorpheus, Yonanare und Vastitas). Ziel ist letztlich ein flexibles, doch einfaches System, welches das Spiel unterstützen und fördern soll.
Generell gilt: Was das eigene Viertel betrifft, kann der zuständige Vogt selbst entscheiden und durchführen, was die ganze Stadt betrifft (auch nach „außen“) oder wo gröbere Unklarheiten bestehen, macht der Stadtrat, der nach wie vor in der selben Zusammensetzung (Stadtwache, Viertelverwalter und Zunfträte) gehalten wird. Der Patrizier hat ein Vetorecht, aber seine Zustimmung zum großteil der Beschlüsse ist nicht notwendig. Sprich: er wird sich nicht einmischen, wenn nun etwa beraten wird, wann und wo das nächste Fest stattfindet, oder wie mit der Insektenplage auf den Bauernhöfen verfahren wird, hingegen wird er aber ein Wörtchen mitreden wollen, sollte der Stadtrat nun Al Hayat oder Norhaven den Krieg erklären, oder sich gegen den Patrizier wenden.
Der Patrizier tritt also etwas in den Hintergrund.
Was darf/muss also ein Vogt konkret:
- Er kann selbstständig die Häuser vermieten/verkaufen
- Er ist erste Anlaufstelle für Beschwerden/Wünsche/sonstige Anliegen, er hat die Aufgabe dem nachzugehen und das umzusetzen bzw. eben die entsprechenden Aufträge zu verteilen (Reparaturen, Bauarbeiten etc.), ist also verantwortlich dass der Alltag gut abläuft.
- Er darf sich Leute einstellen, die ihm bei der Aufgabenbewältigung helfen/ihn vertreten.
- Er muss aus seinen Einnahmen (aus Miete, Hausverkauf, Festivitäten etc.) einen Zehnt an die Stadt leisten, den Rest kann er behalten.
- Es werden nur Einzelpersonen Viertelverwalter, dieser kann aber wie oben angeführt Aufgaben delegieren.
Heisst: Wenn der Charakter eine Gilde hinter sich hat, dann dürfen diese, auch wenn Bereitschaft dazu besteht, nicht die Gesetze vollziehen – dafür ist immernoch die Wache zuständig. Die Gildenmitglieder werden als ganz normale Bürger in jeder Hinsicht behandelt, der Viertelwalter hat gegenüber der Wache nur das Recht sie explizit zu Hilfe zu ziehen, aber unterliegt ansonsten genauso dem Urteil der Wache, wenngleich er mit ausdrücklichem Respekt zu behandeln ist. Allerdings, wenn Veranstaltungen abgehalten werden (Feste, Märkte, Treffen etc.) können die Gildenmitglieder quasi als "Ordnungshüter" oder "Leibwächter" eingesetzt werden.
- Er darf keine Gesetze erlassen/ändern.
Was macht der Stadtrat?
- Tritt zusammen, wenn jemand meint es braucht ein neues Gesetz, oder gehört etwas an den Gesetzen geändert. (Der Patrizier muss Änderungen an Gesetzen und Einführung neuer Gesetze durch Unterschrift in Kraft setzen. Ohne diese Unterschrift sind Änderungen/Neueinführungen ungültig!)
- Kann Kriege erklären/Frieden schließen und entscheidet über diplomatische Belange (kann/soll dabei nach Möglichkeit, insbesondere bei langwierigeren Angelegenheiten einen Diplomaten bestimmen, der sich dann um diese eine Angelegenheit kümmert, damit nicht jedes Mal alle zusammentreten müssen). (Vorschlag zum Vorgehen wird eingebracht, muss durch Patriziat abgesegnet werden, wobei auch Handlungsfreiheit vergeben werden kann)
- Kann bei Gericht mitentscheiden (quasi als Schöffen/Geschworene) wenn dazu geladen.
- Muss fehlende (inaktive) Viertelverwalter nachbesetzen oder kann „schwarze Schafe“ absetzen.
Die bisherigen Aufgaben des Zins- und Zollamtes werden also durch die Viertelverwalter übernommen, dabei bleibt es immer noch im Hintergrund bestehen, sollten Viertelverwalter aus welchen Gründen auch immer ausfallen. Heißt: Wo Viertelverwalter da sind, kümmern sie sich autonom um ihre Viertel. Wo keine sind, greift das Zins- und Zollamt und macht wie bisher was dort anfällt.
Im Ganzen wird dies (hoffentlich) unterschiedliche, doch an die Gesetze gebundene, auf Handel und Frieden (als Ziele der Stadt) eingeschworene Viertelverwaltungen ergeben. Das Regierungs- das Handwerks-, das Markt-, das Süd- und das Tempelviertel bleiben unverwaltet (weil ohnehin ohne nennenswerte Wohnmöglichkeiten), wodurch gewährleistet ist, dass Tempel, Bank, Taverne, Handwerksstätten und Händler niemandem versperrt werden (dort ist immer das Zins- und Zollamt zuständig).
Wer Interesse oder einfach Fragen hat, möge sich bitte bei Sorpheus oder mir per PN melden. Ich hoffe, diese Umstrukturierungen finden Anklang bei euch und machen Spaß. :-)
Für den OW-Staff,
Vastitas